Am Patienten Deutschland wird derzeit viel herumgedoktert, diagnostiziert und therapiert. Da wird Der Fall Deutschland untersucht, Die Basar-Ökonomie angeprangert und am Ende sogar Deutschland auf der Couch analysiert.
Auch Christoph Keese, Chefredakteur der Welt am Sonntag, denkt -- wie einst Heine -- an Deutschland in der Nacht und ist um den Schlaf gebracht. Er vermisst das Prinzip Verantwortung, den sozialen Kitt, der ein Gemeinwesen, Unternehmen, Familien und Partnerschaften zusammenhält und noch dazu persönlich tief befriedigend sein kann. Längst habe sich die Mehrheit der Menschen von dieser Verantwortung verabschiedet und in die vermeintliche Bequemlichkeit der organisierten Unverantwortlichkeit zurückgezogen. Mit seinem Buch will er Mut machen für das Tragen von mehr Verantwortung.
Ausführlich, aber niemals langatmig stellt er im ersten Teil des Buches dar, was Verantwortung bedeutet. Er beschreibt die Bunkermentalität von Großbürokratien, bemüht philosophische Autoritäten und berichtet aus persönlicher Erfahrung. Auf diese Weise konstruiert er wichtige Koordinaten für die Entwicklung eines Verantwortungssinns und konstatiert nüchtern die vielen Hemmnisse. Im zweiten Teil geht es an die konkrete Umsetzung, darum, wie jeder einzelne erfahren kann, dass Verantwortung zu übernehmen Spaß macht, für Befriedigung sorgt und möglicherweise sogar die Antwort auf eine Sinnsuche sein kann.
Christoph Keese hat sich mit diesem Buch zum Ziel gesetzt, eine alte Tugend wieder zu beleben, und bringt damit gleichzeitig einen zentralen Aspekt in die öffentliche Debatte um die Zukunft dieses Landes ein. Man kann nur hoffen, dass der Titel nicht nur von denjenigen gelesen wird, die sich bestätigt auf die eigene Schulter klopfen dürfen, sondern auch von den vielen, die in Sachen Verantwortung noch einiges lernen können. --Henrik Flor
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